Sonntag, 17. Juni 2012
jetzt hat sich`s ausgereist!
Hallo nochmal!
Heute ist der letzte Tag unserer Reise. Wir sind gerade in L.A. in unserem Hotelzimmer und ruhen uns aus von einem anstrengenden Tag und für zwei anstrengende Tage, die uns noch bevorstehen.
Gestern waren wir in downtown L.A. unterwegs, in Little Tokyo (Sushi!!), dem Financial District, Jewellery District und Fashion District. Wir fanden beide, dass es vom Stadtbild her ein bisschen ist wie New York, nur schmutziger und nicht so schön..
Heute waren wir erst in Hollywood, auf dem Walk of Fame und dem Sunset-Strip (bei Tag recht unspektakulär) und haben festgestellt, dass Hollywood kein biscchen glamourös ist sondern echt schmutzig und gruslig, ich hab mich zeitweise echt unwohl gefühlt, da man ständig von betrunkenen angelallt wurde. Nicht schön! Nicht sehenswert ;) das beste daran war noch, dass wir da ein echt gutes veganes Restaurant gefunden haben!
Dann sind wir nach Beverly Hills gefahren, auf den Rodeo Drive und sind noch etwas in der Nachbarschaft herumspaziert. Das war schon ganz nett, so völlig das andere Extrem zum schäbigen Hollywood...
Im großen und ganzen geht es uns aber glaube ich ganz gut damit, dass wir die Stadt morgen früh verlassen. ;) L.A. ist einfach viel zu riesig... schon ca. 20 Meilen vor dem Stadtzentrum steht man im Stau, es ist völlig versmogt und es gibt noch mehr Armut und offensichtliches Elend als in den anderen Städten. Und das downntown, wie ist es dann erst in den armen Gegenden?
Das ist wohl fürs erste der letzte Blogeintrag, ab morgen werden wir einiges zu tun haben, unsere Schrankkoffer und uns wieder heil über den Ozean zu schiffen. :) ich freue mich auf zu Hause! Ich kann gar nicht sagen, auf was ich mich alles freue, abgesehn von meiner Familie und meinen Freunden natürlich!! Zum Beispiel gutes Trinkwasser steht grade ganz hoch im Kurs... ;) hach.
Machts gut ihr Lieben! Danke, dass ihr ab und zu mal hier vorbeigeschaut habt ;)
Es wird wunderbar, euch wieder zu sehen.
Eure Astrid



Freitag, 15. Juni 2012
Tag 23... Santa Barbara
Hallo alle!  

Wie geht es euch? Wie immer hoffe ich nur das Beste für euch alle zu Hause. Ich kann nicht glauben, dass das Wiedersehen so nahe ist! Noch fünf Tage, dann sind wir wieder in Deutschland. Verrückt. Vor allem die Zeit in Kalifornien ist so schnell vorbei gegangen! Ist der Anfang unserer Reise wirklich schon drei Wochen her? Gerade sitze ich bei einem schönen Glas (kalifornischem) Rotwein in unserem Hotel/Motel, was auch immer es ist. Es ist aufgebaut wie ein Motel (was wir in den USA sehr zu schätzen gelernt haben auf Grund ständiger Parkplatznot), aber ist echt superschön eingerichtet und nicht so in dem Einheitsmotelstil  . Wobei ich im Rückblick sagen muss, dass wir immer echt Glück mit unseren Unterkünften hatten! Wie auch immer, jedenfalls sind wir gerade in Santa Barbara, unserem vorletzten Ziel, und ruhen uns etwas aus... So langsam macht sich doch die Erschöpfung breit. So wunderschön dieser road trip auch ist, es ist einfach anstrengend, jeden Tag auf  Achse zu sein ;) vor allem Roman hat jedes Recht k.o.zu sein, weil er die letzten 2200 Meilen alleine fahren musste :( ich bin unter 25, deshalb wäre es für mich um einiges teurer zu fahren, außerdem kostet ein Zweifahrer eigentlich immer Aufpreis, deswegen hatten wir uns dazu entschieden, dass Roman das Fahren übernimmt. Das tat mir zwischenzeitlich echt leid, da manche Strecken sich ganz schön hingezogen haben und da wäre ein Fahrerwechsel mal ganz nett gewesen. Naja, ab nächstem Jahr hol ich das dann nach ;) Wir haben übrigens unsere letzte Nacht des Campens hinter uns. Und ich muss sagen, ich bin auch gar nicht mal so traurig darüber. Am Schluss haben Roman uns eine Twin-Luftmatratze geteilt, d.h.eine 90 cm Matratze in einem Mini-Zelt. Das war...ziemlich eng! Und oft auch recht kalt ;) Kalifornien ist echt um  einiges kälter als Texas, da habenwir schon im März mit dünnen Decken gezeltet und nicht gefroren! Nun gut, aber auf der anderen Seite hab ich auch das Zelterlebnis an sich sehr genossen, da es einfach schön ist, praktisch 24h am Tag draußen zu verbringen. Die letzte Nacht im Zelt war aber doch eine ziemliche Überwindung... Den ganzen Tag gefahren, dann ist es superneblig (5 Meilen davor noch strahlender Sonnenschein, grr) und kalt und wir hatten einfach nur Lust auf ein schönes warmes  Zimmer und eine bequeme Matratze. Kurz haben wir mit uns gerungen, ob wir nicht doch ein Motelzimmer nehmen sollten, aber der Geiz hat doch gesiegt. Und im Endeffekt war es dann auch besser als erwartet, wenn das Wetter schön gewesen wäre in Morro Bay wäre es sicher wundervoll gewesen! Dort gibt es einen großen Fels, den Morro, der sehr beeindruckend ist. Wir waren ziemlich enttäuscht über den dichten Nebel, weil man von der Landschaft null sehen könnte... Am nächsten Morgen haben wir dann festgestellt, dass wir am Abend direkt vor dem Morro gestanden waren und ihn nicht gesehn haben ;)  An selbigem Tag sind wir von Monterey losgefahren, Big Sur entlang (so schön...), über die Bixby Bridge (http://www.tripadvisor.de/Attraction_Review-g240329-d116836-Reviews-Bixby_Bridge-Big_Sur_California.html) und zum Hearst Castle. Das war der Typ, der in den USA ein Medienimperium gegründet hat, u.a. Die Cosmopolitan und andere hochwertige Veröffentlichungen ;) war aber interessant, ein disnelandeskes Anwesen, vollgestopft mit europäischer Kunst & Antiquitäten, zur Zeit der Depression ¨günstig¨ erstanden. Nicht so besonders geschmackvoll, aber wertvoll, und architektonisch wohl eine Meisterleistung, da mitten in der Prärie. :)    Wo wir gerade bei Disneyland sind: Santa Barbara ist echt ein hübsches Städtchen, Roman meinte es fühlt sich ¨fast echt¨ an... ;) man merkt einfach, dass alles alt aussehen soll, in diesem Fall würde ich sagen angelehnt an andalusischen Baustil, aber es ist alles nicht älter als 80 Jahre... Aber gut, wenigstens bleiben einem hier zum größten Teil  die sonst allgegenwärtigen billboards & Co. erspart, da das Stadtbild schön gehalten werden soll.    Morgen gehts weiter nach L.A., bin schon echt gespannt! Man hört ja nicht allzu viel Gutes! Ansonsten hoffen wir, dass alles gut läuft... Wir haben grade ein bisschen Stress, weil wir unser übriges Gepäck in Austin im Büro einer Freundin auf dem Campus gelassen haben und jetzt ein Hanswurst die Schlüssel verschlampt hat... So was musste ja sein ;) aber gut, zur Not gibts wohl noch den Sicherheitsdienst, würde halt alles etwas umständlicher machen. Bei manchen Leuten kann man sich echt nur an den Kopf fassen. Naja, man wird schlauer/ misstrauischer ;)   Ich halte euch auf dem Laufenden! Machts gut... Und wie immer freue ich mich, von euch zu hören!   Liebste Grüße! Eure Astrid



Dienstag, 12. Juni 2012
Tag 20... den Highway 1 entlang
Hallo zu Hause!

Wie geht es euch? Ist der Sommer jetzt auch in Deutschland angekommen? Wenn ja, dann habt ihrs jetzt sicher wärmer als wir ;) hier an der Küste ists windig, zwar sonnig aber kühl! Die letzten Tage haben wir im Sonoma Valley und in San Francisco verbracht! Das war - wie ihr euch sicher denken könnt - wunderschön!
Im Sonoma Valley sah es fast aus wie in Italien, überall kleine Restaurants, Cafés und natürlich Weingüter en masse! Da war auch der Schreck unserer ersten (und hoffentlich letzten) Reifenpanne vergessen. Kurz vor Sacramento hat das Auto plötzlich "low tire pressure" angezeigt und wir dachten erst wir müssten nur den Reifen aufpumpen, aber als wir dann an der nächsten Tankstelle gehalten haben, war der Reifen komplett platt! Da haben wir echt wahnsinnig Glück gehabt, dass es nicht schlimmer geendet ist... v.a. war der Ort fast "ideal", da wir (Roman) nur den Reifen wechseln mussten und nach nicht mal 20 Min. in Sacramento am Fluhafen waren, um ein neues (vollgetanktes!) Auto abzuholen! Was ein Glück, dass es noch nicht in den Serpentinen in der Gegend vom Lake Tahoe passiert ist, da wäre weit und breit nichts gewesen und außerdem hat es geschüttet wie aus Eimern, es war sogar Schnee gemeldet!
Nach diesem ungeplanten Zwischenfall haben wir uns natürlich die Freuden des Winecountry nicht entgehen lassen und waren erst auf einem kleinen Weingut namens Matanzas Creek Winery (http://www.matanzascreek.com/) und dann als Kontrast dazu auf dem sehr kommerziellen Weingut (inklusive Restaurant und Swimmingpool) von Francis Ford Coppola (http://www.matanzascreek.com/) und dann als Kontrast dazu auf dem Weingut von Francis Ford Coppola (http://www.franciscoppolawinery.com/). Ich habe natürlich bei beiden die Weinprobe mitgemacht ;) Roman nicht, denn er war erstens Fahrer und zweitens kein Weinliebhaber, welch glücklicher Zufall! :) der Wein war bei beiden echt super und ich war nach dem 11. Wein auch gut bedient und mehr als gut gelaunt! Die Laune wurde noch besser, als wir ein richtig gutes italienisches Restaurant gefunden haben und dort hausgemachte Pasta gegessen haben. Köstlich! Die Nächte haben wir im Zelt in einem schönen kleinen Park in der Stadt verbracht und dank einer neu erstandenen Luftmatratze war es auch recht bequem. In San Francisco hatten wir dann wieder ein Hotelzimmer (obwohl wir ein Hostelzimmer gebucht hatten, aber das war wohl ausgebucht), das war für den Preis echt sehr gut. Wenn auch winzig. Im Prinzip hat das Bett das Zimmer komplett ausgefüllt, aber in der Großstadt herrscht eben Platznot ;) Dort haben wir einiges erlebt, wir sind durch Chinatown spaziert und haben dort eine Mini-Glückskeks-"Fabrik" besichtigt, haben in Little Italy kostenlos Pizza gegessen, weil wir zur rechten Zeit am rechten Ort waren und eine Highschool-Klasse wohl zu viel Pizza bestellt hatte, die sie dann an uns verschenkt haben, wir sind die Lombard Street und zum Coit Tower hochgelaufen, waren auf dem Russian Hill, sind mit dem Cable Car an den Hyde Pier gefahren, waren am Pier 43 und 39, an und auf der Golden Gate Bridge, haben wundervolles Sushi gegessen, waren im Exploratorium und am Palace of Fine Arts, aber nicht auf Alcatraz ;) das war restlos ausgebucht! Tsass. Aber ich denke auch so haben wir die Zeit dort gut gefüllt. Ironischerweise habe ich mir "bequeme" Schuhe gekauft, von denen ich dann sechs Blasen bekommen habe. Ansonsten haben wir alles schmerzfrei überstanden und sind heute über den Highway 1 größtenteils direkt an der Küste über Santa Cruz nach Monterey gefahren. Das ist ein kleines beschauliches Städtchen am Meer, wo wir dann auch gleich spazieren gegangen sind. Dann haben wir einem Eisverkäufer beigebracht, wie man die exquisite Kreation des Eiskaffees herstellt (er war auch ganz begeistert von der Idee!) und waren in der Cannery Row schlendern. Schließlich und endlich haben wir uns in unser Hostel zurückgezogen und ruhe uns nun aus für die nächsten Ausflüge, morgen fahren wir nach Big Sur und übernachten in Morro Bay - wohl direkt am Strand (brr!) ;) Ich melde mich bald wieder, übermorgen in Santa Barbara haben wir wieder Internet! Ganz liebe Grüße vom Pazifik! Bis bald, eure Astrid



Montag, 4. Juni 2012
das Leben genießen am Lake Tahoe... Tag 12
Heute war ein richtig schöner, entspanner Tag. Genau das richtige um sich von einer ziemlich anstrengenden Zeit im Yosemite zu erholen.

Schon mal vorweg: es war wunderschön, auf eine andere Art als Sequoia. Im Sequoia hab ich mich irgendwie viel mehr mitten in der Natur gefühlt, wie ich es mir vorgestellt hatte. Unser Campingplatz war total leer, mitten im Grünen. Die Wanderwege waren partiell völlig menschenleer und es kam vor, dass wir einfach 3 Stunden im tiefsten Wald niemandem begegnet sind. Im Yosemite war es so super-touristisch, dass zu keiner Zeit dieses Gefühl des Abgelegenseins aufkam. Das war zum Teil recht angenehm, zumal wir an einem Tag eine für mich echt heftige Wanderung auf den Nevada Fall gemacht haben, 12 km, bzw. Sechs Stunden über Stock und Stein. So musste ich mir keine Sorgen um Bären, Pumas oder sonstiges machen, weil wir auf dem Weg nie allein waren. Die Aussicht von ganz oben war einfach der Hammer, so was hab ich noch nie gesehen. Das Granitgebirge dort sieht so unwirklich aus aus der Ferne... ich werde bald Fotos mit euch teilen, aber momentan kann ich leider nichts hochladen. Solange müsst ihr einfach meinen enthusiastischen Berichten Glauben schenken ;)

http://www.yosemitehikes.com/yosemite-sampler/nevada-fall.htm

an selbigem Abend war ich so fertig und meine Knie vom Abstieg so geschwollen, dass ich schon ab 20.30 Uhr im Bett lag :D der Muskelkater ist mir immernoch erhalten!
Ansonsten haben wir noch die Yosemite-Falls und den Mirror-Lake angewandert, aber das waren wesentlich kürzere und schmerzlosere Wanderungen. Am letzten Tag sind wir die Tioga Road entlang gefahren und haben dort u.a. die Tuolumne Meadows bewundert, einfach wunderschön und idyllisch!
Seit gestern sind wir am nördlichsten Punkt unserer Reise angekommen, am Lake Tahoe. Gestern waren wir allerdings nach ca. 6 Stunden Autofahrt zu faul um noch viel zu erkunden und waren stattdessen schön essen! Heute waren wir dafür im Emerald Bay State Park und waren am Strand spazieren, picknicken (haben hier eine wundervolle Bäckerei entdeckt mit köstlichem Gebäck und sogar richtig gutem Brot!!), alte Villen bewundern. Später waren wir noch im Sugar Pine State Park, am Seeufer freche Chipmunks beobachten. Heute Abend gehen wir nochmal essen. Nichts gegen Camping-Essen, aber ab und zu freut man sich auch über was anderes, etwas ausgefalleneres als Bratkartoffeln oder Nudeln in allen Variationen ;) wobei das wie gesagt auch echt gut ist! Außerdem haben wir hier auch ein richtiges Bett, ein Bad und sogar eine Küche! Luxus! Im Sonoma Valley, unserem nächsten Ziel, wird wieder gecampt. Aber dort ist es auch sicher wärmer als in den Nationalparks, hoffen wir zumindest!
Ich werde mich dann aus San Francisco wieder melden! Machts gut bis dahin und nehmt das deutsche Mistwetter nicht so schwer. Es wird bestimmt bald wieder schöner! Bis dahin sende ich euch kalifornische Sonnenstrahlen.

Liebste Grüße,

Eure Astrid



Donnerstag, 31. Mai 2012
rumhängen in Fresno... Tag 8
Hallo ihr Lieben!

Wie geht es euch? Wir sind gerade in Fresno, seit heute Nachmittag, und erholen uns von ein paar wunderschönen und sehr anstrengenden Tagen im Sequoia National Park. Wir haben so viel erlebt! Es war einfach atemberaubend schön, so schön hätte ich es mir nie vorgestellt. Und auch auf den Fotos wird es wahrscheinlich nicht ganz eingefangen sein, wie unglaublich schön es dort ist. Wenn ich daran zurück denke, bekomme ich immernoch Gänsehaut... diese riesigen Bäume sind so wunderbar, es macht einen so glücklich zu sehen, dass es so etwas noch gibt. Man fühlt sich so klein inmitten dieser Landschaft...

Gestern waren Roman und ich den ganzen Tag wandern im Giant Forest. Nicht nur die Bäume sind beeindruckend, zwischendurch lichtet sich der Wald und man steht vor einer einfach nur perfekten grünen Wiese, eingerahmt vom Gebirge, auf dessen Bergkuppen noch schnee liegt. Wie aus einem Bob Ross-Bild, nur ohne Kitsch! ;)

Es war so schön, so viele Tiere zu sehen, kunterbunte Vögel, Chipmunks, Eichhörnchen, Rehe... und vier Schwarzbären! Zwei Mamas mit ihren Kleinen. Zum Glück waren sie immer noch weit genug entfernt, da rutscht einem doch das Herz etwas in die Hose!! ;)
Aber im Nachhinein haben wir uns riesig gefreut, dass wir Bären gesehen haben, das war einfach mehr als beeindruckend und wird uns ewig in Erinnerung bleiben!

Heute waren wir im Kings Canyon und haben dort den Fluss bestaunt und die schöne Landschaft, waren aber für größere Hikes zu geschafft (nach zwei Nächten ohne viel Schlaf... es wird echt schweinekalt nachts, v.a. weil wir direkt neben einem Fluss gecampt haben). Deshalb sind wir in unseren Übernachtungsort Fresno gefahren, um etwas Ruhe und Energie zu tanken bevor es morgen in den Yosemite National Park geht, diesmal allerdings nur ¨fake¨ camping, haben eine kleine Hütte mit Bett. Hoffentlich schlafen wir da etwas besser, damit wir fit zum Wandern und für eventuelle haarige Begegnungen sind ;)

Die nächste Gelegenheit mich zu melden habe ich dann in ein paar Tagen, bevor wir zum Lake Tahoe weiter fahren.

Ich freue mich immer von euch zu hören und noch viel mehr euch bald wieder zu sehen!

Machts gut, bis bald!!

Eure Astrid



Sonntag, 27. Mai 2012
road trippin... Tag 4
Hallo zu Hause!

Ich habe gerade einen ruhigen Moment und schreibe euch aus 29 Palms in Südkalifornien. Heute ist Tag 4 unserer großen Reise und wir haben schon einiges erlebt.
Der erste Tag war vor allem eines: anstrengend ;) nach einer Stunde Schlaf sind wir um 4 Uhr morgens aufgestanden und sind sprichwörtlich zum Bus gerannt, da der Airport Flyer meist zu früh losfährt! Diesmal nicht ;) es lief auch weiterhin alles glatt, haben dann in L.A. unser Auto geholt und sind nach San Diego weitergefahren. Ich habe an diesem Tag zwei Dinge gelernt: 1. Von Texas nach Kalifornien sinds 2 Stunden Zeitverschiebung, 2. Hier ists recht kühl! :)
In San Diego hatten wir ein super Hostel mit ultrabequemen Maratzen und herrlichem Vollkornbrot zum Frühstück! In unseren 2 Tagen San Diego haben wir so einiges gesehn! Wir waren Pizza essen in Little Italy, am Hafen spazieren, auf Coronado (eine Insel) am Strand spazieren und das berühmte Hotel bestaunen, Bier trinken in einer Brauerei in Coronado (mmmh), im Gaslamp Quarter (hawaiianischen) Kaffee trinken, auf Point Loma den Leuchtturm anschauen und mit mysteriösen Nagern schäkern, U.S.S. Midway betrachten und sich ganz schön klein fühlen neben diesem riesigen Flugzeugträger und lecker mexikanisch essen. :)
Heute Morgen ging es dann weiter Richtung Inland. Der größte Nachteil daran ist, dass man auf Interstates fahren muss und die sind echt etwas nervig. Im Gegensatz zu deutschen Autobahnen darf man nämlich auf allen Spuren überholen... aber ich hab ja zum Glück einen super Fahrer an meiner Seite ;) da ists halb so wild. Und wir wurden belohnt. Nach etwa einer Stunde Fahrt lag einfach nur noch wunderschöne Landschaft vor uns! So toll...! Auf dem Weg waren wir noch im Walmart, unser restliches camping equipment kaufen, das meiste haben wir schon von unseren Freunden geliehen und mitgebracht. Trotz dem haben wir ganz schön lange gebraucht, Camping-Essen will wohl geplant sein, v.a. wenn alles haltbar sein soll und in Bärensicheren Lockern verstaubar sein muss. ;) Walmart am Samstag Mittag war echt ein Erlebnis für sich. Größenwahn (im wörtlichen Sinn) lässt grüßen!! Riesige Einkaufswagen voll mit unglaublich viel junk food und soo viel Verpacungsmüll :/ naja, das ist ´ne andere Geschiche.
Jedenfalls haben wir jetzt alles was wir brauchen, um ab morgen (fast ;) ) in der Wildnis zu überleben...
Dann gings weiter in den Joshua Tree National Park. Es war so schön und fast schon surreal... unglaublich weites Land, das laut Gesetz Wildnis ist und geschützt werden muss. Umweltsünde und Paradies liegen hier so unglaublich nah bei einander, dass es fast absurd ist. An einem Kaktusfeld wurden Roman und ich von einem Bienenschwarm sehr überschwänglich begrüßt, am liebsten wollten sie mit uns im Auto weiterfahren. Roman musste mich retten, ich komm mit Bienen nur aus der Ferne gut klar:) wir sind von der Colorado-Wüste in die Mojave-Wüste gefahren, wer hätte gedacht, dass der Unterschied so spürbar ist? Die Vegetation verändert sich innerhalb von ein paar Kilometern. Wir haben so viele Joshua trees gesehn, so wunderschön in der Abendsonne. Und wir waren am St. Andreas Fault, wo zwei Kontinentalplatten auf einander stoßen. Atemberaubend schön! Nun haben wir es uns in unserem klischee-amerikanischen Motel mitten im Nirgendwo gemütlich gemacht mit Mac&Cheese und Asia-Nudeln und kaltem Bier. Morgen gehts weiter Richtung Sequoia, zum Campen am Lake Isabella. Die nächsten Tage haben wir wohl kein Internet, aber ich melde mich bald vom nächsten Motel wieder, voraussichtlich aus Fresno.
Macht`s gut ihr Lieben. Wir senden euch sonnige Grüße aus der kalten Wüste.

Bis bald! :)



Montag, 21. Mai 2012
zurück aus West Texas und auf dem Weg nach Kalifornien...



Hallo ihr Lieben.

Aus meinem Vorhaben, wieder mehr und öfter zu schreiben wird wohl vorerst nichts.

Wir sind gerade dabei, unseren road trip in Kalifornien zu planen und die Stationen sind bisher

L.A. - San Diego - Joshua Tree National Park - Lake Isabella - Sequoia - Yosemite - Lake Tahoe - Napa & Sonoma Valley - San Francisco - Santa Cruz - Monterey - Big Sur - Santa Barbara - Santa Monica - L.A.

das will alles wohl geplant sein! ;)
Und unser zu Hause für 10 Monate will ausgeräumt werden, was auch gar nicht so leicht fällt und einen ganz schön in Erinnerungen schwelgen lässt.

Außerdem wollen wir noch so viel Zeit wie möglich mit unseren Freunden verbringen, z.B. schauen wir uns heute die Sonnenfinsternis an und gehen Pizza essen.

Ich hab ein paar Fotos von unserer letzten Reise für euch, wir haben alles (selbst 7h Fahrt) super überstanden, nur die Nasen waren etwas verbrannt. Wir wurden sogar von Berglöwen und Bären verschont, hoffentlich behalten wir das auch in Kalifornien bei ;)

Ich denk ganz fest an euch und sende die allerliebsten Grüße nach wo auch immer ihr gerade seid!

https://www.facebook.com/media/set/?set=a.3733093199736.2158627.1048218527&type=1&l=911cc961a5


und:

https://www.facebook.com/media/set/?set=a.2248906455995.2128047.1048218527&type=1&l=2aceec196d

Bis bald! Eure Astrid



Samstag, 12. Mai 2012
Feierabend!
Ihr Lieben, das Semester und damit unser akademisches Jahr ist vorbei! Was sagt man dazu! Am Ende ging es doch wie immer schneller als man denkt... letztes Wochenende wurde ich erst noch mal über Nacht richtig krank, mit Fieber & Co., ich denke die Botschaft meines Körpers war ziemlich eindeutig. Ich hatte mich die Tage/ Wochen zuvor viel zu sehr in Unizeug, v.a. eine Hauptseminararbeit (die letzte meines Lebens! Dafür kommen jetzt andere Kaliber ;) reingestresst.
Das Thema war "Is there an unrounding of the rounded front vowels in Texas German in the area of New Braunfels?". Sprich, ist es wirklich wahr, dass es im Texasdeutschen keine Umlaute mehr gibt? Und ja - es ist wahr (zumindest meinen Messungen nach ;) )! Dazu musste ich erst mal ne ganze Menge (oder Masse, wie man auf Texasdeutsch sagt) Vokale mit Praat (einem Programm, dass Frequenzen misst) analysieren, tausend Tabellen und charts in Excel erstellen etc. und ich muss sagen, es reicht jetzt auch mal wieder mit der angewandten Linguistik ;) zum krönenden Abschluss waren wir gestern nochmal in New Braunfels und haben drei (sehr nette!) Texasdeutsche interviewt.



Heute war der zweite Teil unseres allsemesterlichen clean-up days, es wurde viel gestrichen, Ofen geputzt (jeder, der ihn schon mal gesehn hat, weiß wovon ich rede ;) ), Bäume und Sträucher geschnitten, Türen und Tische gebaut. War doch insgesamt ganz okay!

Heute Abend ist dann Hausparty, oder auch Abschiedsparty, bevor unsere Gemeinschaft sich auflöst und in alle Winde verstreut.

Hier sind ein paar Fotos von unserer letzten Party vor zwei Wochen:

http://www.facebook.com/media/set/?set=a.3467627681887.151276.1006892359&type=3&l=0501771dce

Zwei sind schon abgereist, aber jetzt gehts Schlag auf Schlag... Roman, ich, Leslie und Jake werden am Montag aufbrechen nach Westtexas, aber nur bis Ende der Wochenende, dann nächsten Mittwoch gehts endgültig auf nach Los Angeles! Ich kanns noch gar nicht glauben, dass das wirklich real ist, die ganze Zeit war es so weit weg... dann sind wir hier weg, weg aus Austin, weg vom German House und weg von unseren Freunden.

(ein paar Fotos übers ganze Jahr hinweg geschossen:
http://www.facebook.com/media/set/?set=a.3467666922868.151278.1006892359&type=3&l=b480c340a6)

Und ich bin grade sehr unschlüssig wie ich mich deswegen fühlen soll. Naja, so ists mit Abschieden. Es ist immer traurig und gleichzeitig liegt so viel neues und schönes vor einem.
Außerdem freuen Roman und ich uns wie sonstwas auf zu Hause... deswegen wird uns der Abschied nicht sooo schwer fallen. Zumal schon einige Treffen mit Freunden von hier geplant sind, das erste gleich wenn wir zu Pearl Jam nach Berlin fahren! Ja, wir haben so viele schöne Pläne, dass ich mehr froh als traurig bin.
Ich freue mich vor allem, wenn ich meine WG-Ära (für immer?) abschließen kann. Es war wunderbar, ich bereue nichts, aber ich bin bereit, jetzt mit Roman eine eigene Wohnung zu haben. Ich freue mich darauf, keine managerin mehr zu sein und nicht mehr für andere Menschen zuständig zu sein ;)
Worauf ich mich vor allem freue sind die 5 Monate "vorlesungfreie Zeit", die jetzt vor uns liegen! Genug Zeit für Familie und Freunde.. es gibt ja einiges nachzuholen, also macht euch schon mal gefasst!! ;)
Und vorher freue ich mich wahnsinnig auf die 3,5 Wochen Kalifornien, auf das Meer, den Wein, die Städte (;) ), die Nationalparks und vor allem das Gefühl einfach tun und lassen zu können was ich will (naja fast ;) ).
Ich werde versuchen euch so viel wie möglich auf dem neuesten Stand zu halten. Aber es wird sicher das eine oder andere mal vorkommen, dass Roman und ich irgendwo campen, wo man kein Internet hat. Wie wohltuend!

Habt ein schönes Wochenende. Ich denk an euch!

Liebste Grüße aus Austin!



Donnerstag, 12. April 2012
haha!
Oh mann... die letzte Zeit war ich sehr sloppy mit meinem Blog! Verzeiht mir! Ich gebe mir Mühe euch wieder mehr auf dem Laufenden zu halten und v.a. meine angefangenen Beiträge auch zu Ende zu schreiben! :P

Erst mal hoffe ich, dass ihr ein schönes Osterfest hattet und dass der Frühling jetzt auch endgültig in Deutschland angekommen ist :)

Es war einfach nur völlig verrückt die letzten Wochen! Wir hatten ja Besuch von Anna aus Würzburg und da waren wir wieder so viel unterwegs! Ich hatte schlichtweg keine Zeit & Muße, ausgiebiger zu schreiben!

Und als Anna weg war hatten wir noch einen kurzen Klausurenmarathon (der übrigens gut gelaufen ist!) und jetzt.. endlich endlich habe ich Zeit zum durchatmen!

Wahnsinn. Heute nach der Uni kam ich nach Hause, hab mir ein Fußbad eingelassen und danach ein mehrstündiges Mittagsschläfchen gemacht. Es war himmlisch! Ich war so erschöpft :)

Aber jetzt fühle ich mich wieder super und kann euch endlich mal wieder aktualisieren!

Ein paar Eckdaten: Roman und ich sind nur noch 4,5 Wochen in Austin! Danach verbringen wir 3 Wochen an der Westküste und dann fliegen wir nach Deutschland! Ist das nicht der Hammer? Nur noch ca. 7 Wochen! Hossa!
Stellt schon mal das Bier kalt ;)

Jetzt kann ich euch auch endlich mal mehr darüber berichten, wie die letzten Wochen so verlaufen sind! Wie gesagt, Anna war hier und wir sind mir ihr ganz viel in Austin selbst herumspaziert und haben South Congress und Barton Springs erkundet (das erste mal dieses Jahr, immernoch genauso kalt wie letztes Jahr!! ;) ) und am ersten Wochenende sind wir an die Golfküste (nach Mustang Island und Port Aransas, siehe http://www.tpwd.state.tx.us/spdest/findadest/parks/mustang_island/) gefahren und haben gecampt.



Das war echt superschön und die Landschaft war total surreal (für mich) irgendwie. Es war ganz flach und am Meer grasbewachsene Dünen und am Horizont leider ganz viele Ölplattformen :( der Strand war echt schön, weißer Sand, aber leider Quallen und Seegras ohne Ende, deshalb hab ich auch nicht gebadet :)



Und die Stimmung dort war einfach so cool, weil es zeitweise ganz gewittrig war und Blitze über den Himmel gejagt sind bis spät in die Nacht.



Aber wir hatten Glück und es war tagsüber immer warm und sonnig und hat nie geregnet!


Übrigens, Texas blüht gerade! Tausende Bluebonnets!



zum Abendessen waren wir im Hula Hut...






Am Sonntag sind wir dann noch nach McKinney Falls gefahren, dort ist wie der Name sagt ein kleiner Wasserfall und ein See, wirklich wunderschön.





Dort haben wir den Tag ganz entspannt verbracht und waren auch schwimmen, echt wunderbar!

Das Wochenende darauf sind wir mit Jake und Miri nach Krause Springs gefahren, auf einen total schönen Campingplatz mit kleinem Wäldchen.



unser Luxuszelt:



Abends haben wir zusammen gekocht und ein Feuerchen gemacht und den strahlenden Vollmond bewundert.






Am Tag darauf gings nach dem Frühstück in den Pedernales Falls State Park (endlich, da wollten wir schon so lange hin!) zum wandern und schwimmen!

http://www.tpwd.state.tx.us/spdest/findadest/parks/pedernales_falls/ man beachte v.a. das Foto von der flash flood!









So schön!! Und so heiß ;) ich glaube wir hatten abends echt einen kleinen Sonnenstich... zumindest kamen wir alle mit Kopfschmerzen nach Hause und sind ziemlich bald eingeschlafen! Aber das Wochenende war wunderschön.

Ín der Nacht zum Montag ist Anna dann nach New York weitergeflogen und wir haben uns wie gesagt wieder dem Unialltag gewidmet ;)

Aber auch nur für den Rest der Woche, da wir am Samstag voller Freude wieder Besuch aus Deutschland erwarten! :) Hehe! Freuen uns schon und sind gespannt, was die Zeit so bringt. Es könnte natürlich sein, dass ich währenddessen wieder nicht so viel Zeit zum schreiben habe... mal sehen ;) andererseits muss ich mich eventuell doch öfter mal an den Schreibtisch setzen, da die Uni leider ihren Tribut fordert mit einer Hauptseminararbeit und Abschlussprojekt und Abschlussprüfungen, sowohl mündlich als auch schriftlich. :) Was ein kleiner oder größerer Ansporn ist, ist dass unser paper für das Texas German Dialect Project (http://www.tgdp.org/) wahrscheinlich sogar in einem wissenschaftlichen Journal veröffentlicht wird ;)

Im großen und ganzen muss ich sagen, so oft ich auch genervt war von der Uni hier, ich glaube ich habe hier sehr viel dazu gelernt. Sowohl fachlich als auch zwischenmenschlich ;) ich habe erfahren, dass die University of Texas in einem Ranking der Times (oder so, huch, vergessen) immerhin auf Platz 29 der weltweit besten Unis ist.

(Nachtrag: ich hab's gefunden: www.timeshighereducation.co.uk/world-university-rankings/2011-2012/top-400.html)

Ihr lieben, ich werde jetzt mal sehen was hier abendessenstechnisch so vor sich geht. Nach so einem Schläfchen ist man ja hungrig, wa.

Ich denk an euch und sende euch frühlingshafte Grüße!!

Eure Astrid



Samstag, 24. März 2012
Frühling!
Hallo ihr Lieben!!

Erst mal: SORRY, dass ich so lange nicht geschrieben habe!! :) Ich hatte es schon seit langer Zeit vor, aber es war nie Zeit! Und das ist wirklich wörtlich zu nehmen! :D Vor Springbreak war so viel zu tun, dass ich überhaupt nicht mehr dazu kam.

Und dann war Springbreak!! Da konnte ich natürlich auch nicht schreiben, denn Roman und ich waren auf Hawaii!
Wir haben so viel erlebt, dass ich überhaupt nicht weiß, wo ich anfangen soll ;) Der Hinflug war erst mal sehr schreckensreich, da der Flug komplett überbucht war und Roman noch einen Sitz bekommen hat und ich nicht -.- das heißt, bis zur letzten Sekunde hatte ich Schiss, dass ich in Denver bleiben muss und Roman alleine weiterfliegen muss. Dann bin ich aber doch noch reingekommen und alles hat super geklappt im Anschluss :) Dort angekommen haben wir unser Auto abgeholt und sind ins Hostel in Hilo gefahren.

Von dort aus haben wir jeden Tag wunderbare Ausflüge gemacht und die Ostküste der Insel erkundet! Wasserfälle, Klippen, Vulkankrater... wir sind viel über Lava gewandert, teilweise in stockfinsterer Nacht, um zu sehen, wie die flüssige Lava ins Meer fließt. Das war mehr als beeindruckend...

Dann sind wir nach drei Nächten an die Westküste gefahren, die ist gar nicht weit weg, nur 90 Meilen!
Dort haben wir dann die restlichen Tage verbracht und haben die Küste erkundet. Wir waren an weißen Sandstränden Bodyboarden und plantschen, sind mit Schildkröten geschwommen und sind am Korallenriff geschnorchelt! Das war so schön, so surreal. Als würde man in eine andere Welt abtauchen. Und die Fische sahen aus wie bei findet Nemo :D

Beim Kayakfahren haben wir uns gehörig verbrannt, ich hab immernoch Brandblasen an den Schienbeinen. Roman hatte Brandblasen auf den Händen (!!!) und seine Kopfhaut hat sich komplett gepellt, hahaha!

Insgesamt war es eine wahnsinnig schöne Zeit, es gibt so viel zu sehen auf so wenig Raum! Hawaii hat 11 von 13 Klimazonen, auf einem winzigen Inselchen zusammengequetscht. Da kam es auch schon mal vor, dass man innerhalb einer 20-Meilen-Fahrt durch ziemlich unterschiedliches Wetter gefahren ist: Regen, Sonne, Wind, Wolken, blauer Himmel. Und vom Regenwald in trockene Steppenlandschaft ist es auch kein langer weg. Echt abgefahren!

Ich werde gar nicht erst anfangen, hier Fotos hochzuladen, das dauert nämlich sehr lange! Aber ich habe hier ein Fotoalbum hochgeladen, das ihr euch ansehen könnt:

https://www.facebook.com/media/set/?set=a.3329863679250.2151623.1048218527&type=1&l=c9e97c5500

Eine kleine Auswahl von insgesamt über 1000 Fotos :D

So viele schöne Erinnerungen, von denen wir zehren können! Und es war so gut, dass wir von Texas aus geflogen sind. Das war schon strapaziös genug (je eine ca. 16-Stunden Reise), aber von Deutschland aus wär das ja noch viel weiter!! :O

Der Rückflug war auch nicht so tragisch, nur lang, und ich musste für eine Philosophieprüfung am nächsten Tag lernen (lief gut). Und in Texas war Tornadowarnung, der kam zwar nicht, aber Luft war recht aufgewirbelt, der Flug daher sehr turbulent und mein Magen dadurch sehr empört!



Sonntag, 26. Februar 2012
Hallo mal wieder!
Ihr lieben, bitte verzeiht mir, dass ich euch so lange nicht auf dem Laufenden gehalten habe! Es ist schlicht und ergreifend nichts aufregendes passiert. :P

Abgesehen davon, dass ich die erste richtig unangenehme Aufgabe als managerin erfüllen musste. Wir hatten längere Zeit einen Mitbewohner hier, der anfangs auch echt ok war. Viele wussten zwar nicht so recht, was sie von ihm halten sollten, aber echte Beschwerden gab es keine. In der letzten Zeit war er immer öfter echt seltsam drauf, als wäre er entweder echt besoffen oder unter anderen Drogen. Dann hat er auch angefangen, Leuten davon zu erzählen, dass er auf die Lösung aller Probleme gekommen ist. Irgendwelche (pharmazeutischen?) Chemikalien, die aber noch nicht getestet sind und deshalb gibt es anscheinend auch noch keine Gesetze, die sie verbieten. (http://en.wikipedia.org/wiki/Methoxetamine) Dadurch wurde er immer öfter extrem unberechenbar, aggressiv und echt nervig.

Da wir momentan sogar überbelegt waren im Haus, waren sich eigentlich alle einig, dass er ausziehen muss, da er nicht mal "member" war sondern nur Hosteller. Das war schwieriger als gedacht! Wo er doch sonst immer mehr als freundlich zu mir war, fand er mich dann plötzlich ziemlich kacke, als ich am Tag seines Auszugs (von dem er schon ca. 1,5 Wochen gewusst hatte) auf seinen Auszug bestanden habe. Das war auch eine sehr faszinierende Erfahrung auf der Liste der Erfahrungen, die ich lieber nicht gemacht hätte. Er hat dann im Endeffekt alle angebrüllt und aufs äußerste beschimpft, allen voran mich (weil ich war ja Schuld ;) ). Ach je... und bis er dann endlich weg war hat bis 8 Uhr am nächsten Morgen gedauert. Die Moral von der Geschicht: harte Drogen sind scheiße.

Jetzt ist er weg, aber Frieden ist hier deshalb nicht eingekehrt. Momentan sind hier irgendwie alle miteinander auf Kriegsfuß und housemeetings sind einfach nur unerträglich geworden. Ich hab mir schon überlegt, einfach nicht mehr hinzugehen ;) das einzige, was dem im Weg stehen könnte wäre, dass ich ja als managerin Moderatorin bin :P uff.

Aber wenn man versucht, alles mit herzlicher Gleichgültigkeit zu betrachten ist's ok. Ich mein, natürlich kein Idealzustand. Aber wenn ich zur Zeit schon keine positiven Gefühle vermittelt bekomme im Haus, dann zumindest keine negativen mehr. Dafür bin ich nicht hier. Außerdem bin ich generell für Pazifismus, auch verbal gesehn. Ich kann mit so viel negativer Energie gar nicht umgehen, weil ich den Sinn darin nicht sehen kann.

Aber jetzt zu den guten Neuigkeiten: ich habe weder eine Nierenentzündung noch Pfeiffersches Drüsenfieber! Das war nämlich mein Verdacht. Ich hatte seit längerem arge Rückenschmerzen in der Nierengegend und meine Lymphknoten sind angeschwollen. Außerdem könnte ich den ganzen Tag schlafen und hab Halsweh... Was den Verdacht noch erschwert hat war, dass hier im Haus drei Mitbewohner Pfeiffersches Drüsenfieber haben/ hatten. Dann war ich am Freitag beim Arzt und hab mich mal durchchecken lassen. Aber grade hab ich eine e-mail bekommen (ja, Ärzte schreiben hier e-mails und ja, auch sonntags ;) ), dass mein Test negativ ausgefallen ist. Das ist superb, da ich nur 2 Wochen hab um gesund zu werden!! In 2 Wochen gehts raus aus der Realität und ab nach Hawaii :) ich kann gar nicht beschreiben, wie sehr ich mich freue!!! Nach 7 Monaten Texas scheint die Vorstellung von Sandstrand und Meer mehr als paradiesisch! ;)

Gestern war ein spannender und extrem anstrengender Tag! Wir (Roman, ich und zwei Kommilitonen, Jane und Hank) sind mit unserem Professor nach Converse bei San Antonio gefahren, um linguistische Interviews zu führen. Das Ganze war für unser Texas German Projekt, und der anstrengende Teil ist das Alter der Zielgruppe: die meisten so zwischen 80 und 100 und nicht mehr im Vollbesitz ihres Seh- und Hörvermögens! Der Professor meinte, dass für Hörgeschädigte die Frequenz weiblicher Stimmen noch weniger wahrnehmbar ist. Das heißt, ich hab alles ca. 3 Mal wiederholen müssen und hab die meiste Zeit fast geschrien, damit meine Fragen überhaupt verstanden wurden :P

Aber es war echt total interessant... ich habe zwei sehr faszinierende Menschen interviewt. Janie, 62, die nur bis zu ihrem 3 Lebensjahr aktiv Texasdeutsch gesprochen hat und sich an erstaunlich vieles erinnert hat, was sie selbst nicht erwartet hatte. Sie hat zwar noch gut gehört, hatte aber die Aufmerksamkeitsspanne eines Eichhörnchens, was alles extreeeem in die Länge gezogen hat ;)

Und Irene, 95, mit der ich mich unterhalten konnte wie mit einer Deutschen. Das war echt der Hammer... sie hat einfach ihr ganzes Leben lang mit ihrer Familie und ihren Freunden nur Deutsch gesprochen. Wir haben den älteren Herrschaften immer wieder eine Pause angeboten, aber als Antwort kam immer nur "Hm? Wieso denn? Weiter geht's!" und ich glaube, ich war am Ende mehr geschlaucht als jeder über 90-jährige :D

Ich wünsche euch erst mal einen guten Start in die neue Woche. Hoffentlich kommt der Frühling bald zu euch.. hier weiß man noch nicht so recht, was los ist. Die Temperaturen schwanken zwischen 12 und 30°C tagsüber.. ;) Texas!

Ich denk an euch.

Macht's gut!



Sonntag, 5. Februar 2012
und schon war's Februar



an Romans Geburtstag von zwei Tagen war es noch richtig schwül und heiß... wir hatten sogar die Klimaanlage an, weil es schon fast unangenehm war. Und es war wirklich ein sehr sehr schöner Tag! Tagsüber hatten wir leider beide noch etwas Uni, aber am Nachmittag kamen dann Freunde von uns rüber und wir hatten die traditionelle Kaffee & Kuchen-Zeremonie.







Ursprünglich war der Plan eine Schwarzwälder Kirschtorte zu backen. Aus Ermangelung eines Autos habe ich dann einen Freund von uns, der grade beim Einkaufen war, gebeten, für mich eingemachte Kirschen zu kaufen. Das scheint hier aber nicht sonderlich populär zu sein, denn was ich bekommen habe waren drei große Gläser Maraschino-Kirschen. Urgh. Dann bin ich mit Leslie nochmal in einen kleinen Supermarkt um die Ecke und habe aus der Not heraus Himbeeren gekauft, weil sie dort auch keine Kirschen hatten! Seufz! Dann gabs halt Schwarzwälder Himbeertorte :D aber es haben nicht mal alle gemerkt, dass keine Kirschen drin waren.. pfff!


Nach dem Abendessen kamen dann mehr und mehr Leute mit flüssigen Präsenten, um Roman zu feiern.




Und nach einer furcht-fröhlichen Versammlung bei uns sind wir dann noch ein eine Kneipe gegangen, ins Spider House (wo auch schon Johnny Depp, seufz, seine Drinks zu sich genommen hat!!).









Mittlerweile waren die meisten schon gut angesäuselt und es hat auch keinen so recht gestört, dass es aus Strömen gegossen hat.



Wir saßen dann unter einem mehr oder minder dichten Zelt







und hatten echt noch einen schönen Abend!

Den nächsten Tag, sprich gestern, haben wir mit sehr viel Faulheit gefüllt. Das war wunderbar! Ich glaube ich hab 75% des Tages im Bett bzw. im Umkreis von 3m ums Bett verbracht. Hach! Abends waren Roman dann bei Kerbey Lane und hatten ein verspätetes Geburtstagsdinner. Mit gefülltem Acorn-Squash und Sweet Potato Fries... nom. Und einem warmen Brownie mit Vanilleeis... Ich muss zu Hause unbedingt Süßkartoffeln anpflanzen. Weiß jemand, ob das in Deutschland möglich ist?

Heute bin ich wieder zu neuer Aktivität erwacht und habe nach einem banana pancake-Frühstück manager-Pflichten erledigt und unsere neue Waschmaschine (ein Traum!) des Öfteren genutzt. Und ach, die Uni gibts ja auch noch. Bähh.. ;) Aber das Wetter ist mittlerweile richtig mies, es hat ca 17°C abgekühlt seit vorgestern! Das gute ist, es regnet immer mal wieder, das heißt auf der Baustelle neben unserem Bett wird grade nicht gearbeitet ;)

Ich wünsche euch allen einen wunderbaren Start in die neue Woche! Ich habe gehört in Deutschland ist jetzt endlich die große Kälte hereingebrochen, haltet euch schön warm!

Ganz liebe Grüße aus Austin!!



Freitag, 27. Januar 2012
der wärmste Januar unseres Lebens


Hallo ihr Lieben!

Wie ist euer Januar soweit? Was machen die guten Vorsätze fürs neue Jahr? :) Ich hoffe, dass euch das neue Jahr bisher gebracht hat, was ihr euch gewünscht habt.
Uns geht es wunderbar.



Wir können uns über nichts beklagen, wenn überhaupt nur über unwichtige Kleinigkeiten wie dass gerade das Haus vibriert, weil nebenan ein riesen Parkhaus gebaut wird ;) aber die Abendsonne scheint, wir haben den anstrengenden Teil des Tages hinter uns, u.a. hatte ich heute meinen ersten Italienisch-Test. Molto bene! Es ist auch echt ganz gut gelaufen, es war aber schwerer als ich erwartet hatte.

Ich kann euch erst mal von meinen Kursen erzählen: Wie gesagt, ich belege dieses Semester einen Intensivkurs Intermediate Italian. Jeden Tag. Italienisch. Das ist an sich auch wunderbar, abgesehen davon, dass der Altersdurchschnitt von mir grob geschätzte 4 Jahre angehoben wird. :/Nun gut, so ist das in den USA, da sollte man in meinem Alter wohl schon fest im Berufsleben stehn ;) hihi. Lieber nicht!

Des Weiteren haben Roman und ich zusammen einen Philosophiekurs, der sich momentan noch anfühlt wie eine Fortsetzung des Ethikunterrichts der Kollegstufe (auch wenn ich den nie belegt hab, aber so ähnlich stell ich es mir vor, hehe). Das ist mir aber mehr als recht, es ist auf jeden Fall interessant und nicht zu anspruchsvoll und arbeitsaufwändig. Der dritte Kurs im Bunde ist ein Conference Course, d.h. man trifft sich einmal wöchentlich im kleinen Kreis mit dem Professor und diskutiert Texte, in unserem Fall aus seinem eigenen Buch, haha. Aber ist echt sehr sehr interessant, mehr über Texas German zu erfahren.

Das war's, mehr Uni gibts nicht dieses Semester! :)

Deswegen waren wir letzten Samstag auch mit unseren Freunden in Fredericksburg auf Trade Market (Antiquitäten, Kunst und Krempel) und in der Stadt Eis essen und am Sonntag wandern (immerhin 6 Meilen!) am Green Belt!



Vespern mit Erdinger Weißbier ;)





Fredericksburgs Eisdiele... nom nom



der Green Belt











Das war so wunderschön, ich genieße es so sehr, aus Austin "rauszukommen" und mal was anderes zu sehen, aktiv zu sein und Zeit mit unseren Freunden zu verbringen!

Letzten Sonntag Abend war ein großes Hausmeeting (mal wieder, uff). Diese Mal hat sich aber einiges verändert in der kleinen Welt des German House. Unter anderem wurden neue Manager gewählt, die Finanzen werden jetzt von zwei Wirtschaftstudenten und guten Freunden von uns geregelt, d.h. es besteht wieder Hoffnung :D und die Arbeitsverteilung etc. liegt nun offiziell in meiner Hand! Ich freue mich auf meine Zeit "im Amt" und hoffe, dass ich viel Gutes hier tun kann. Ich muss sagen, trotz aller Höhen und Tiefen in unserer Beziehung zum German House habe ich, bzw. wir, es doch echt ins Herz geschlossen. Es gibt hier so viele wunderbare Leute, die (im positiven Sinne) einen Knall haben, und ja, auch ein paar im negativen Sinn, aber damit kommt man schon klar :)

Deshalb war diese Woche auch relativ anstrengend, naja, ein bisschen zumindest ;) ich hab diesen Monat auch irgendwie ganz schön oft gekocht, u.a. echten deutschen Kartoffelsalat :D (der kam übrigens gut an, naja, wie auch nicht! <3 Kartoffelsalat!!) und dann kommen auch noch solch anstrengende Verpflichtungen wie ein Graveyard-Konzert hinzu! Tss.. ;)



Ach ja, habe ich erwähnt, dass Roman Karten für das PEARL JAM (!!!!) Konzert im Juli in Berlin gekauft haben?? Ich kanns nicht glauben... das wird meine persönliche Pilgerfahrt ;)

Ich freue mich immer wahnsinnig, von euch zu hören und wenn es nur ein kleines Lebenszeichen ist. Habt ein wunderbares Wochenende mit vielen positiven Gedanken (auch wenn ich gehört habe, dass das Wetter in Deutschland grade ganz fies ist, aber man kann es ja auch nutzen, um sich drinnen unter eine Decke zu kuscheln und evtl. zu stricken, das würde ich zumindest tun, hehe.)

Ich denke ganz fest an euch!

Eure Astrid



Montag, 9. Januar 2012
Happy New Year!
Hallo ihr Lieben...

Ich hoffe, euch allen geht es gut!
Die letzten Wochen habe ich viel an zu Hause gedacht, v.a. über Weihnachten und Silvester. Hoffentlich hattet ihr alle schöne Feste und seid gut ins neue Jahr gekommen :)

Unsere Winterferien waren bisher wirklich wunderbar! Wir haben so viel erlebt, das hat so gut getan! Es ist so schön und inspirierend, andere Orte zu sehen und so viel neues in sich aufzunehmen.

Wir hatten auch wirklich Glück, denn zusätzlich zu so vielen schönen Erlebnissen hatten wir auch noch richtig viel Sonnenschein und das macht alles gleich noch viel freundlicher!

Die letzten Tage vor Weihnachten waren Roman und ich wie zwei Weihnachtselfen damit beschäftigt, alles vorzubereiten für den Besuch unserer Eltern! Wir haben in unserem Zimmer alles komplett umgeräumt und eine richtig große Tafel für sechs Personen aufgestellt.



Am 24. kamen dann abends völlig erschöpft unsere Eltern an, die wir dann vom Flughafen abgeholt haben und in ein Taxi zu ihrem Hotel gesetzt haben. Dort hat es ihnen richtig gut gefallen, es ist ein altes texanisches Haus, fast schon eine kleine Villa, das schön hergerichtet und richtig gemütlich ist!



Das praktischste daran war, dass sie direkt gegenüber von unserem Haus gewohnt haben!

Trotz aller Müdigkeit hatten wir dann noch unser Weihnachtsdinner (Kabeljau in Zitronen-Koriander-Soße, Süß- und rote Kartoffeln mit Rosmarin und Salat mit Cranberries und Pecan Pie) und Bescherung! Das Wiedersehen war wirklich wunderbar. Am nächsten Tag haben wir unseren Eltern (leider bei Regen) ein bisschen von Austin gezeigt, u.a. den Campus. Abends haben wir dann nochmal bei uns gespeist, diesmal gab es Linguine mit Meeresfrüchten und Kaktussalat (uff... das wollte ich unbedingt ausprobieren und ich muss sagen, mir selbst hat es glaub ich am wenigsten geschmeckt. Pfui!) und zur Nachspeise Buttermilk-Keylime Pie mit Sahne und Erbeersoße. Und Wein & Bier in Strömen ;)
Den nächsten Tag haben wir nochmal Austin erkundet und haben schon für den nächsten Tag gepackt, denn da ging es schon (um 6 Uhr morgens :/ ) nach New Orleans.

Dort hatten wir auch eine super Zeit mit durchgehend tollem Wetter! Teilweise war es sogar richtig heiß, T-Shirt Wetter! Außerdem haben wir ganz viel unternommen, z.B. eine Mississippi-Dampferfahrt gemacht, das French Quarter und Faubourg-Marigny erkundet, Beignets und ganz viel Cajun Food gegessen.



Außerdem haben wir das erste mal Austern gegessen, mmh, es war köstlich.
Die Friedhöfe in der Innenstadt haben mich sehr begeistert, weil es kaum "normale" Gräber, sondern hauptsächlich ziemlich prunkvolle Gruften gibt, die im Lauf der Jahrhunderte zerfallen sind. Ist wirklich eine sehr einzigartige Athmosphäre... und ab und an läuft man an der Gruft einer Voodoo-Priesterin vorbei, das immernoch mit allem möglichen Krimskrams geschmückt wird (Lippenstifte, Schmuck, Knochen (??), Voodoopuppen...).





An einem Abend haben wir Papas Cousin in seinem Restaurant besucht und dort deutsches Bier getrunken und fürstlich gespeist, mauz, ich vermisse es schon etwas.

Die Zeit dort ging viel zu schnell vorbei, dann waren wir schon wieder in Austin, um dort Silvester zu feiern. Wir haben erst im Driskill zu Abend gegessen, das ist ein Hotel aus dem 19. Jahrhundert, das ziemlich schön und gemütlich ist... anschließend waren wir auf der 6th street und haben uns dort den Silvester-Wahnsinn angeschaut und haben dann aber bald das Weite gesucht, um auf dem Balkon unserer Eltern anzustoßen. Es war also ganz entspannt & ruhig...

Die Tage darauf sind wir dann in Texas umhergefahren, mit unserem weißen Super-Van, den wir gemietet hatten :D

Wir waren in San Antonio, auf dem Mount Bonnell (zum Sonnenuntergang, so schön!!), am Lake Austin (und im Hula Hut zum Abendessen). Am nächsten Tag waren wir im Lyndon B. Johnson State Park, auf den Becker Vineyards zur Weinprobe (hicks!) und in Fredericksburg gemütlich Bummeln und Eis essen. Abends sind wir noch zum Lake Travis gefahren, um dort in einem Restaurant auf den Klippen zu Abend zu essen (sogar im Freien, zugegebenermaßen unter einem Heizer, aber immerhin! ;) ). Am letzten Tag waren wir am Canyon Lake und in Gruene, einem winzigen Örtchen ca. 50 Meilen von Austin. Das war echt sehr schön, dort gibt es ein paar kleine Lädchen und ein Restaurant an einer Mühle, wo wir dann bei einem Weinchen (oder Bierchen) in der Sonne am Guadalupe River saßen und des Lebens froh waren.
Zurück in Austin waren wir noch auf der South Congress Avenue, das ist eine Straße mit ganz vielen verrückten kleinen Geschäftchen, Galerien, Cafés, Second Hand Läden etc...
Abends haben wir bei Wholefoods gespeist und sind mit unseren Eltern ins Broken Spoke gefahren, zum Tanzen!
Dort hat es allen super gefallen und unsere Eltern waren kaum von der Tanzfläche zu bekommen!

noch mehr Fotos könnt ihr euch anschauen unter:

https://www.facebook.com/media/set/?set=a.2838599677957.2142327.1048218527&type=1&l=708c2210ae

Das war dann leider auch schon der letzte Abend... am nächsten Morgen sind wir dann noch ein letztes Mal zusammen zum Flughafen gefahren und haben uns verabschiedet... aber dieses Mal ist der Abschied nicht ganz so schwer gefallen. Immerhin haben wir jetzt schon die Hälfte unserer Zeit hier verbracht und die zweite Hälfte vergeht doch immer wie im Flug! Im Juni habt ihr uns wieder, liebe Eltern. Das geht schneller, als es euch lieb ist ;)

Die letzten Tage haben Roman und ich unsere Ferien in vollen Zügen genossen und habens uns schön gemütlich gemacht... denn seit 2 Tagen ist auch das Wetter wieder ganz schön fies! Nach und nach kommen alle Hausbewohner wieder und wir konnten schon im frisch renovierten Wohnzimmer Wiedersehen feiern!

Heute Abend werde ich auch das erste Mal dieses Jahr wieder fürs Haus kochen. Es gibt gebackene Polenta mit Spinat gefüllt und gefüllte Champignons mit Oliven und wenn ich ganz motiviert bin noch carrot cake mit Frischkäse-topping. Mal sehn ;)

Wie ihr seht, uns gehts bestens hier und das neue Jahr hat gut angefangen!

Ich wünsche euch allen das Beste, stets Sonnenschein (im Herzen), ganz viel Optimismus und Tatendrang fürs neue Jahr!

Fühlt euch umarmt aus Texas!!

Eure Astrid